Ausstellung vom 7. November bis 14. Dezember 2019

Gezeigt werden Lithografien, Radierungen und Holzschnitte aus dem Spätwerk des berühmten frühen Modernen, der in Zusammenarbeit mit Pablo Picasso die Grundlagen für den Kubismus schuf und ihn weiter entwickelte. Die Antriebskraft dieser wegbereitenden Abstraktionsrichtung des frühen 20. Jahrhunderts war es, die Welt geometrisch, als in „cubes“ aufzufassen, und so die Flächigkeit des Bildes mit dem Dreidimensionalen spannungsvoll zu verbinden und zu beleben.

Dass der zumeist durch seine Fülle an Formen und gebrochenen Kanten bekannte Maler auch die einzelne Form mit Bildgewalt setzt, kommt in der Saarbrücker Ausstellung bestens vor Augen. Wer kunstgeschichtlich weniger beflissen nicht die Tektonik des Werkes nachzuvollziehen sucht, kann sich jedoch auch von der vogelleichten Poesie des französischen Künstlers bannen lassen. Auch er wird bald auf die Festigkeit dieses Suchers stoßen, der von sich behauptete, er male nicht, was er wolle, sondern was er könne. Eine bescheidene Liebeserklärung an die sichtbare Welt.

Dass in diesen „paroles transparentes“ denn immer auch eine Dunkelheit der typisch braqueschen Graupalette mitschwingt, gibt diesen Werken eine spätsommerliche Reife, die man lange betrachten kann, ohne sich daran satt zu sehen.

Werke von Georges Braque